...die Taube, eines der beliebtesten Haustiere des Menschen ist,
und dies bereits seit Jahrtausenden.
Bereits in der Antike wurde die Taube in den verschiedensten
Zusammenhängen, sei es in der Liebe, im Glauben oder in der Medizin, mehrfach
erwähnt.
Von Glück und Segen wurde gesprochen, wenn das erste,
was das Brautpaar sah, eine weiße Taube war. Noch heute werden weiße
Brieftauben als Glücks- und Liebesboten auf Hochzeiten fliegen gelassen. Wir
erwarten Braut und Bräutigam nach der Trauung und überraschen sie mit diesem
sehr schönen und alten Brauch. Eine Möglichkeit ist es auch, das Hochzeitspaar
beim Heraustreten aus der Kirche oder Standesamt eine Schale mit Taubenfutter
zu reichen. Die zahmen Handtauben begrüßen dies mit Freude und setzen sich zu
jung vermählten. Als Zeichen der Liebe findet man die weißen Tierchen auch auf der
Hochzeitstorte, die vom Hochzeitspaar angeschnitten und verteilt wird.
Die Taube im Märchenland
In vielen Märchen und Erzählungen treffen wir auf die weiße
Taube als Geschöpf der Freundschaft und des treuen Gefährten. Wer kennt ihn
nicht: den Klassiker! Aschenputtel, Aschenbrödel oder auch Cinderella. Es
gibt dieses schöne Märchen in den verschiedensten Variationen:
Aschenputtel wird von der Stiefmutter und den bösen
Schwestern traktiert und dient ihnen als Magd. Sie schütten ihr Erbsen und
Linsen in die Asche, die es auslesen soll, um sie so vom Ball des Königs
fernzuhalten. Und so wäre es sicherlich auch gekommen, wenn da nicht die weißen
Tauben gewesen wären, die ans Fenster pickten. Sie halfen ihr die Früchte
zu verlesen: „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“!
Ein so schönes Märchen! Romantisch, ergreifend und vor allem:
es endet mit einem happy end. Vielleicht dank der weißen
Tauben. Zumindest berühren sie uns und zeigen hier eine sehr wichtige Symbolik.
Die Liebe, die Freundschaft und der Glauben.